3. öffentliche Veranstaltung von DAS ROTE TUCH e.V.

Tief berührt waren die ca. 25 Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte Hohenschönhausen, die am 30.10.2010der Einladung von DAS ROTE TUCH e.V. gefolgt waren, angesichts der Trostlosigkeit des Stasi-Gefängnisses und der Darstellung von Mario Röllig über Leid und Demütigungen, die Häftlinge in diesen Zellen erleiden mussten. Mario Röllig war hier als sehr junger Mann nach einem Fluchtversuch selbst für 3 Monate Häftling gewesen.

Seine Geschichte ist Gegenstand des Theaterstücks „Akte R“, für das das Theater Strahl 2009 den Jugendmedienpreis DAS ROTE TUCH erhalten hat.
Im Laufe der Führung erinnerte Mario Röllig auch daran, daß der berühmte Berliner Schauspieler Heinrich George Häftling in Hohenschönhausen war, als es noch ein sowjetisches Speziallager war. 1951 übernahm die Staatssicherheit der DDR die Anlage.

Elf Jahre nach der Wende wurde Hohenschönhausen 2000 offiziell zur Gedenkstätte erklärt. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat seinen Besuch zur Jubiläumsveranstaltung bereits angekündigt.

Der Bezirk Lichtenberg allerdings, mit der Bürgermeisterin Emmerich an der Spitze, hielt es nicht für nötig, in seinem Festprogramm zum 25-jährigen Bestehen des Bezirks die Gedenkstätte überhaupt zu erwähnen – trotz der eindrucksvollen Zahl von über 1 Million Besuchern.