Gemeinsame Veranstaltung mit der Robert-Jungk-Oberschule

Am 18.5.2010 fand in der Robert-Jungk-Oberschule die zweite öffentliche Veranstaltung unseres Vereins statt. Schüler der 11. und 12. Klassen hatten sich mit dem Theaterstück „Akte R“ und dem Leben des Protagonisten, Mario Röllig, befasst. Bis auf den letzten Platz war der Raum gefüllt mit ca. 50 Schülerinnen und Schülern und Gästen.

Mario Röllig, 1967 in Ost-Berlin geboren, der in der DDR aus persönlichen und politischen Gründen mit dem Regime in Konflikt geriet, erzählte packend und intensiv von seiner Kindheit, dem Alltag einer DDR-Durchschnittsfamilie, seiner Schul- und Ausbildungszeit und seiner ersten schwulen Liebe zu einem politisch tätigen Mann aus West-Berlin. Es folgten Anwerbeversuche der Strasi, Fluchversuch und Inhaftierung, Schikanen nach der Entlassung und schließlich überstürzte Abschiebung in den Westen.

Ein solches Leben ist natürlich für Jugendliche, die nach 1989 geboren sind, Anlaß für interessierte Nachfragen.

Immer wieder gab es von ihnen Beifall für
die eindrücklichen, zum Teil äußerst humorigen Schilderungen Mario Rölligs, der es als Zeitzeuge versteht, jungen Menschen die jüngste deutsche Geschichte alltagsnah und verständlich zu präsentieren.
Zwei Stunden waren schnell vergangen in dieser spannenden Geschichtsstunde.